Ewigkeiten ist mein letzter Post her. Die Zeit ist einfach an mir vorbei gerast; wie Sand in meinen Fingern zerronnen.
Was ist passiert? 'ne Menge.
Was soll ich sonst noch erzählen? Mir fällt nichts ein, ich bin generell irgendwie wortleer heute.
Montag fahr ich auf Klassenfahrt. Zwar freue ich mich, aber wie immer habe ich auch Angst. Angst vor Neuem, vor Unbekanntem.
Ich wünsche mir Nähe. Aber davon lass ich lieber mal die Finger. Niemals möchte ich, dass sich so etwas, wie auf der letzten Klassenfahrt wiederholt. Damals war ich auch sehr traurig, niedergeschlagen und verzweifelt. Er bot mir an, dass wir etwas "kuscheln" und er mich mal in den Arm nimmt. Ich war natürlich direkt an meine rosarote Traumwelt verschwunden, in der der tolle Prinz das traurige Bauernmädchen aufmuntert. Doch der tolle Prinz stellte sich als hinterhältiger Fiesling heraus...
Er schloss die Tür ab. Ja, ich war naiv, bitte macht mir das nicht zum Vorwurf. Ich habe meine Strafe dafür bekommen. Er fing an mich zu begrapschen, wollte meinen BH öffnen. Schnell ging ich auf Abstand, dass hatte ich mir ja nun gar nicht vorgestellt. Dann nahm er meine Hand in seine. Eigentlich eine schöne Geste, nicht wahr? Nun, eben nur eigentlich. Mit einer schnellen Bewegung legte er meine Hand an seinen *****. Ich sprang auf, riss mich los. Er hielt mich an meinem T-shirt fest, doch ich zog mich an der Türklinke weg. "Hey, was hast du denn plötzlich? Du wolltest es doch?" haha - nein, das wollte das kleine, naive, depressive Mädchen ganz bestimmt nicht. Ich schaffte es, die Tür aufzuschließen und rannte in mein Zimmer.
Dein eigenes kleines Alaska
Donnerstag, 28. Februar 2013
Mittwoch, 2. Januar 2013
Durch die Nacht mit....mir.
01:43 Uhr
In mir ist eine unendliche Leere. Seit über einer Stunde liege ich im Bett und versuche zu schlafen. Es geht nicht. Ich fühle mich taub, tot und erschöpft. Und ich bin unglaublich müde. Aber ich kann keine angenehme Schlafposition finden, immer wieder muss ich mich auf die andere Seite werfen, mein Kissen auf die kalte Seite, die nicht mehr richtig kalt werden will, umdrehen, meine Haare zu einem Zopf zusammenfassen und wieder lösen.
Mein CD-Player hat sich nach 20min beruhigender Entspannungmusik in den automatischen Ruhezustand versetzt. Aber es ist nicht ganz still. Unser Zechenhaus ist knapp 100 Jahre alt; in solchen alten Gebäuden ist es nie ruhig. Ständig knarrt eine Diele, es klappert in den Heizungrohren und der Wind fegt ums Dach herum. Ab und zu kann ich entfernt Automotoren hören, niemals jedoch in unserer Straße.
Ich kann nicht einschlafen, auch wenn meine Augen schwer sind und mein Kopf nach Schlaf schreit.
03:28 Uhr
Ich bin doch eingenickt. Allerdings hielt der erholsame, angenehm teilnahmslose Zustand des Schlafes nur etwa 1 Stunde. Dann wache ich wieder auf. Mir ist fürchterlich kalt, obwohl mir mein Thermometer angenehme 20 Grad verspricht. Langsam stehe ich auf, meine Füße berühren den kalten Teppichboden; ich kann jede einzelne Faser spüren. An dem Regal gegenüber ziehe ich mich hoch und knipse ein kleines Licht an. Für einen Moment bin ich blind, geblendet von der ungewohnten Helle. Auf dem Boden liegen verstreut meine Klamotten der letzten Tage. Ich greife einen zu großen, flauschigen Kapuzenpulli und eine zweite Schlafanzughose und ziehe die Sachen einfach über die anderen Sachen, die ich trage. Nehme eine rumstehende Wasserflasche und stelle sie neben mein Bett. Gehe zum Lampe und will sie ausschalten. Mein Blick bleibt an der kleinen Schachtel hängen.
Diese eine Schachtel, die mit den lustigen Elefanten drauf, in der ich all diese Sachen aufbewahre. Scheren, Scherben, Messer, Klingen, Tabletten.
Ich fühle mich so unsagbar leer, traurig, tot.
03:44 Uhr
Der Druck mich zu verletzten wird immer größer. Ich versuche zu wiederstehen, die Gedanken an diese eine Klinge, für die ich mich innerlich schon entschieden habe, zu verdrängen.
Ich weiß, dass ich diesem Verlangen, dieser Sucht, nicht lange standhalten kann; nicht alleine. Aber ich bin alleine - wie immer. Niemand ist da, um mich aufzuhalten. Mein Handy, mit all den Nummern meiner Liebsten, die mir versprachen immer für mich da zu sein, ist im Schlafzimmer meiner Eltern. Als Strafe für die Tatsache, dass ich bin, wie ich bin.
Aber vielleicht auch besser, es würden eh alle schlafen und die Enttäuschung, dass keiner für mich da wäre, würde alles nur schlimmer machen.
Mein Laptop, meine Möglichkeit der Flucht in die 2 Acc-Welt, die niemals ganz schläft, liegt neben meinem Handy am Bett meiner Mutter.
Allein. Allein. Allein.
Ich halte diese innere Leere nicht mehr lange aus.
03:56 Uhr
An Schlaf ist nicht mehr zu denken. Zu der Leere hat sich ihr Freund Unruhe gesellt. Ich kann mir nicht erklären, wie man diese beiden Sachen gleichzeitig fühlen kann, aber es ist anscheinend möglich.
Zwei Stimmen kämpfen in meinem Kopf gegeneinander.
"Lass es, du willst doch nicht dein ganzes Leben lang Narben tragen? Du weißt, dass es nichts bringt, es macht alles nur schlimmer. Letztes Mal hast du dir versprochen, es nie wieder zu tun...!"
"Tu' es doch einfach! Es geht dir danach etwas besser und du liebst es doch, dein Blut zu sehen. Es interessiert sich eh niemand für dich und deine Taten, also nimm die Klinge doch endlich.!"
Ich sitze aufrecht im Bett. Zittere, zu stark um mir Wasser in ein Glas einzugießen; trinke direkt aus der Flasche.
Und werde schwach. Lasse den Druck ungebremst zu.
Meine Füße berühren den kalten Teppichboden, meine Hand greift zu der Schachtel, mit den lustigen Elefanten drauf.
06:14 Uhr
Nachdem ich mich geschnitten habe, bin ich endlich eingeschlafen. Die Unruhe war wieder weg, die Leere in die hinterste Ecke meines Kopfes gedrückt.
Gut 2 Stunden habe ich durchgeschlafen. Dann wache ich kurz auf, bewege meinen steifen Nacken, und ziehe die Bettdecke wieder über meinen Kopf.
Am Morgen (bzw. Mittag) fühle ich mich gut. Ich habe 8 Stunden Schlaf insgesamt bekommen, fühle mich fit, gesund und normal.
Nur die neuen Schnitte, die sich wieder auf meinem Bein befinden, erinnern mich daran, dass ich eben doch nicht normal bin.
In mir ist eine unendliche Leere. Seit über einer Stunde liege ich im Bett und versuche zu schlafen. Es geht nicht. Ich fühle mich taub, tot und erschöpft. Und ich bin unglaublich müde. Aber ich kann keine angenehme Schlafposition finden, immer wieder muss ich mich auf die andere Seite werfen, mein Kissen auf die kalte Seite, die nicht mehr richtig kalt werden will, umdrehen, meine Haare zu einem Zopf zusammenfassen und wieder lösen.
Mein CD-Player hat sich nach 20min beruhigender Entspannungmusik in den automatischen Ruhezustand versetzt. Aber es ist nicht ganz still. Unser Zechenhaus ist knapp 100 Jahre alt; in solchen alten Gebäuden ist es nie ruhig. Ständig knarrt eine Diele, es klappert in den Heizungrohren und der Wind fegt ums Dach herum. Ab und zu kann ich entfernt Automotoren hören, niemals jedoch in unserer Straße.
Ich kann nicht einschlafen, auch wenn meine Augen schwer sind und mein Kopf nach Schlaf schreit.
03:28 Uhr
Ich bin doch eingenickt. Allerdings hielt der erholsame, angenehm teilnahmslose Zustand des Schlafes nur etwa 1 Stunde. Dann wache ich wieder auf. Mir ist fürchterlich kalt, obwohl mir mein Thermometer angenehme 20 Grad verspricht. Langsam stehe ich auf, meine Füße berühren den kalten Teppichboden; ich kann jede einzelne Faser spüren. An dem Regal gegenüber ziehe ich mich hoch und knipse ein kleines Licht an. Für einen Moment bin ich blind, geblendet von der ungewohnten Helle. Auf dem Boden liegen verstreut meine Klamotten der letzten Tage. Ich greife einen zu großen, flauschigen Kapuzenpulli und eine zweite Schlafanzughose und ziehe die Sachen einfach über die anderen Sachen, die ich trage. Nehme eine rumstehende Wasserflasche und stelle sie neben mein Bett. Gehe zum Lampe und will sie ausschalten. Mein Blick bleibt an der kleinen Schachtel hängen.
Diese eine Schachtel, die mit den lustigen Elefanten drauf, in der ich all diese Sachen aufbewahre. Scheren, Scherben, Messer, Klingen, Tabletten.
Ich fühle mich so unsagbar leer, traurig, tot.
03:44 Uhr
Der Druck mich zu verletzten wird immer größer. Ich versuche zu wiederstehen, die Gedanken an diese eine Klinge, für die ich mich innerlich schon entschieden habe, zu verdrängen.
Ich weiß, dass ich diesem Verlangen, dieser Sucht, nicht lange standhalten kann; nicht alleine. Aber ich bin alleine - wie immer. Niemand ist da, um mich aufzuhalten. Mein Handy, mit all den Nummern meiner Liebsten, die mir versprachen immer für mich da zu sein, ist im Schlafzimmer meiner Eltern. Als Strafe für die Tatsache, dass ich bin, wie ich bin.
Aber vielleicht auch besser, es würden eh alle schlafen und die Enttäuschung, dass keiner für mich da wäre, würde alles nur schlimmer machen.
Mein Laptop, meine Möglichkeit der Flucht in die 2 Acc-Welt, die niemals ganz schläft, liegt neben meinem Handy am Bett meiner Mutter.
Allein. Allein. Allein.
Ich halte diese innere Leere nicht mehr lange aus.
03:56 Uhr
An Schlaf ist nicht mehr zu denken. Zu der Leere hat sich ihr Freund Unruhe gesellt. Ich kann mir nicht erklären, wie man diese beiden Sachen gleichzeitig fühlen kann, aber es ist anscheinend möglich.
Zwei Stimmen kämpfen in meinem Kopf gegeneinander.
"Lass es, du willst doch nicht dein ganzes Leben lang Narben tragen? Du weißt, dass es nichts bringt, es macht alles nur schlimmer. Letztes Mal hast du dir versprochen, es nie wieder zu tun...!"
"Tu' es doch einfach! Es geht dir danach etwas besser und du liebst es doch, dein Blut zu sehen. Es interessiert sich eh niemand für dich und deine Taten, also nimm die Klinge doch endlich.!"
Ich sitze aufrecht im Bett. Zittere, zu stark um mir Wasser in ein Glas einzugießen; trinke direkt aus der Flasche.
Und werde schwach. Lasse den Druck ungebremst zu.
Meine Füße berühren den kalten Teppichboden, meine Hand greift zu der Schachtel, mit den lustigen Elefanten drauf.
06:14 Uhr
Nachdem ich mich geschnitten habe, bin ich endlich eingeschlafen. Die Unruhe war wieder weg, die Leere in die hinterste Ecke meines Kopfes gedrückt.
Gut 2 Stunden habe ich durchgeschlafen. Dann wache ich kurz auf, bewege meinen steifen Nacken, und ziehe die Bettdecke wieder über meinen Kopf.
Am Morgen (bzw. Mittag) fühle ich mich gut. Ich habe 8 Stunden Schlaf insgesamt bekommen, fühle mich fit, gesund und normal.
Nur die neuen Schnitte, die sich wieder auf meinem Bein befinden, erinnern mich daran, dass ich eben doch nicht normal bin.
Dienstag, 1. Januar 2013
Am Ende.
Wow, 2013, du hast so scheiße angefangen, wahnsinn.
Ich hab echt Respekt, dass du es innerhalb von knapp 20 Stunden geschafft hast, mir den Boden unter den Füßen wegzureißen, meinen Selbsthass zu verstärken, mir mehrere Schnitte zuzufügen und einfach so richtig scheiße zu sein. Danke, Madamé 2013.
Fetter Streit mit meinen Eltern heute morgen, kein Taschengeld mehr, stärkste Kontrolle, nur noch verachtende, hasserfüllte Blicke. Werde behandelt wie ein Stück Scheiße, haha.
Als kleine Krönung drohen sie mir noch mit a) dem Verbot meiner ganzen Reisen, die in '13 anstehen -> London, Birmingham, Nütterden, Gemen. (aber heyho, machen die eh niemals)
b) mit Schlägen. Ja, ganz richtig, mit Gewalt. Toll. Mein Vater so: "Wir sind uns bewusst darüber, dass du uns dann anzeigen wirst und wir unsere Strafe dafür bekommen. Aber wenn du uns zu sehr reizt, lassen wir uns das nicht mehr gefallen. Und du kannst dich darauf verlassen, dass wir dann die ganze Wut, die sich in den Jahren angestaut hat, dann rauslassen. [...] Wir werden uns auf dir mit Schlägen auslassen."
Yeah, bin ich dann wenigstens nicht mehr die einzige, die ihren Hass, ihre Wut, ihre Gefühle etc. auf meinem Körper austoben lässt.
Ja, mein erster Tag in dem neuen Jahr hätte nicht schlimmer sein können. Meine Beine werden von frischen Schnitten geziert und mein Inneres fühlt sich leer und tot an.
Zu allem Überfluss hat dann auch noch ein Freund fast einen Suizidversuch begangen. Scheiße man.
Ich kann nicht mehr.
Ich hab echt Respekt, dass du es innerhalb von knapp 20 Stunden geschafft hast, mir den Boden unter den Füßen wegzureißen, meinen Selbsthass zu verstärken, mir mehrere Schnitte zuzufügen und einfach so richtig scheiße zu sein. Danke, Madamé 2013.
Fetter Streit mit meinen Eltern heute morgen, kein Taschengeld mehr, stärkste Kontrolle, nur noch verachtende, hasserfüllte Blicke. Werde behandelt wie ein Stück Scheiße, haha.
Als kleine Krönung drohen sie mir noch mit a) dem Verbot meiner ganzen Reisen, die in '13 anstehen -> London, Birmingham, Nütterden, Gemen. (aber heyho, machen die eh niemals)
b) mit Schlägen. Ja, ganz richtig, mit Gewalt. Toll. Mein Vater so: "Wir sind uns bewusst darüber, dass du uns dann anzeigen wirst und wir unsere Strafe dafür bekommen. Aber wenn du uns zu sehr reizt, lassen wir uns das nicht mehr gefallen. Und du kannst dich darauf verlassen, dass wir dann die ganze Wut, die sich in den Jahren angestaut hat, dann rauslassen. [...] Wir werden uns auf dir mit Schlägen auslassen."
Yeah, bin ich dann wenigstens nicht mehr die einzige, die ihren Hass, ihre Wut, ihre Gefühle etc. auf meinem Körper austoben lässt.
Ja, mein erster Tag in dem neuen Jahr hätte nicht schlimmer sein können. Meine Beine werden von frischen Schnitten geziert und mein Inneres fühlt sich leer und tot an.
Zu allem Überfluss hat dann auch noch ein Freund fast einen Suizidversuch begangen. Scheiße man.
Ich kann nicht mehr.
Samstag, 22. Dezember 2012
Gefallene Kämpferin.
Letzte Sportstunde.
"Kommst du mit in die Umkleide? Wir haben Trinkpause."
Alle Augen sind auf mich gerichtet, wie ich da in der Ecke kauere. Die Beine, eng an den Körper gezogen und von den Armen fest umschlungen, den Kopf auf die Knie gestützt, als könnte ich ihn nicht aus eigener Kraft tragen. Kann ich auch nicht mehr. Die Gedanken sind zu schwer, zu belastend.
Psychologen interpretieren diese Haltung als eine Art Schutzschild. Als Mauer zwischen sich selber und der Außenwelt. Meine Augen sind geschlossen, ich reiße sie aber sofort auf als sie mich ansprechen. Lasst mich schlafen. Lasst mich in Ruhe. Bitte geht weg.
"Ja, ich komme."
Ich gebe vor, dass ich noch meine Schuhe zubinden muss. Ganz langsam verknote ich die Schnürsenkel, lasse langsam eine Schleife entstehen.
Die meisten kehren schon um, wollen nicht noch mehr Zeit der kostbaren Pause verstreichen lassen, indem sie aufmich dieses komische Mädchen warten.
An einem Ende ist die Schleife länger. Ich löse sie wieder. Beginne von vorne. Erst der Knoten, dann die beiden Schnüre übereinander legen und die Schlaufe fest ziehen. Noch ein kleines bisschen an der einen Seite ziehen. Fertig.
Ich blicke auf, die Halle ist leer. Meine Sportlehrerin ist im Geräteraum, ich kann ihre Schritte hören. Bis auf das gelegentliche Quietschen der Sohlen ist estotenstill.
Stille ist gut, sie ist sicher. Stille verrät dich nie.
Langsam stehe ich auf. ''Ganz langsam, nur nichts überstürzen'', erinnere ich mich selber in Gedanken. ''Nicht wieder hinfallen, weil dir schwarz vor Augen wird.''
Mit dem Rücken rutsch ich die Wand entlang hoch. Ich warte einen Moment. Das Ticken des Sekundenzeiger an der Wand hört sich unwahrscheinlich laut an. Tick. Tick. Tick. Tick.
Vier Sekunden verharre ich an der Wand gelehnt, mit geschlossen Augen, den Kopf in den Nacken gelegt. Dann fühle ich mich sicher genug, mein Kreislauf scheint wieder normal zu funktionieren. Mit den Händen stoße ich mich von der kalten Holzverkleidung der Turnhalle ab und mache vier Schritte in Richtung Ausgangstür.
Zu schnell. Viel zu schnell. Verdammt.
Alles verdunkelt sich, meine Sicht wird trüb und schwarze Flecken tanzen vor meinen Augen. Immer mehr und immer mehr. Ich habe das Gefühl, den Boden unter den Füßen zu verlieren. Ein Kribbeln fährt durch meine Füße und Beine.
Dann verliere ich den Halt.
Ich falle hin, meine Knie und mein rechter Ellenbogen kommen hart auf den ekeligen, dreckigen Boden auf. Schmerz schießt durch meinen Unterarm. Tränen schießen in meine Augen, aber es sind keine Tränen des Schmerzes. Es sind Tränen der Angst. "Du machst dienen Körper kaputt, als erstes merkst du es an deinem Kreislauf", hat mir eine Freundin letztens wutentbrannt hinterher geschrien. Ich habe Angst, weil ich merke, dass sie Recht hat.
Meine Augen werden wieder klarer, ich kann wieder vernünftig sehen. Stehe auf und laufe langsam in die Umkleide. Ich nehme bei jedem Schritt jeden einzelnen Muskel war, achte darauf, nicht zu schnell die Bewegungen auszuführen. Mir strömen die Mitschüler schon entgegen, sie sind fertig mit Trinken und wollen wieder in den Sportunterricht zurück. Ich kämpfe mich durch die Masse, bis ich in der Umkleide angekommen bin. Sofort setzte ich mich auf meinen Platz auf der Bank.
Diejenigen Mädchen, die noch in der Umkleide sind, essen. Sie stopfen sich die Pausenbrote in die Münder, verschlingen Bissen für Bissen die Nutella-Toasts.
"In deiner Tasche ist ebenfalls eine Dose mit Essen. Nimm sie hinaus und esse etwas.", flüstert mir eine Stimme in meinem Kopf zu.
Mein Blick fällt auf sie. Das eine Mädchen, von dem ich euch schon erzählt habe. Die Magersüchtige. Sie steht zwischen all den anderen Mädchen, trinkt aus einer 1 Liter Wasserflasche und lacht. Nein, sie isst nichts.
Ich öffne meine Tasche, sehe die Brote in meiner Dose, blicke zu ihr. Nehme meine Wasserflasche, trinke sie auf ex zur Hälfte leer.
Die Horde Mädchen geht lachend aus der Umkleide. Ich bin alleine. Mal wieder.
Nehme mein Essen.
Und gehe zum Mülleimer.
Scheiß auf die Angst, scheiß auf die Gesundheit, schließlich habe ich einen Kampf zu gewinnen. Mit ihr, mit all den Anderen, mit ihm und natürlich..auch mit mir selber.
"Kommst du mit in die Umkleide? Wir haben Trinkpause."
Alle Augen sind auf mich gerichtet, wie ich da in der Ecke kauere. Die Beine, eng an den Körper gezogen und von den Armen fest umschlungen, den Kopf auf die Knie gestützt, als könnte ich ihn nicht aus eigener Kraft tragen. Kann ich auch nicht mehr. Die Gedanken sind zu schwer, zu belastend.
Psychologen interpretieren diese Haltung als eine Art Schutzschild. Als Mauer zwischen sich selber und der Außenwelt. Meine Augen sind geschlossen, ich reiße sie aber sofort auf als sie mich ansprechen. Lasst mich schlafen. Lasst mich in Ruhe. Bitte geht weg.
"Ja, ich komme."
Ich gebe vor, dass ich noch meine Schuhe zubinden muss. Ganz langsam verknote ich die Schnürsenkel, lasse langsam eine Schleife entstehen.
Die meisten kehren schon um, wollen nicht noch mehr Zeit der kostbaren Pause verstreichen lassen, indem sie auf
An einem Ende ist die Schleife länger. Ich löse sie wieder. Beginne von vorne. Erst der Knoten, dann die beiden Schnüre übereinander legen und die Schlaufe fest ziehen. Noch ein kleines bisschen an der einen Seite ziehen. Fertig.
Ich blicke auf, die Halle ist leer. Meine Sportlehrerin ist im Geräteraum, ich kann ihre Schritte hören. Bis auf das gelegentliche Quietschen der Sohlen ist es
Stille ist gut, sie ist sicher. Stille verrät dich nie.
Langsam stehe ich auf. ''Ganz langsam, nur nichts überstürzen'', erinnere ich mich selber in Gedanken. ''Nicht wieder hinfallen, weil dir schwarz vor Augen wird.''
Mit dem Rücken rutsch ich die Wand entlang hoch. Ich warte einen Moment. Das Ticken des Sekundenzeiger an der Wand hört sich unwahrscheinlich laut an. Tick. Tick. Tick. Tick.
Vier Sekunden verharre ich an der Wand gelehnt, mit geschlossen Augen, den Kopf in den Nacken gelegt. Dann fühle ich mich sicher genug, mein Kreislauf scheint wieder normal zu funktionieren. Mit den Händen stoße ich mich von der kalten Holzverkleidung der Turnhalle ab und mache vier Schritte in Richtung Ausgangstür.
Zu schnell. Viel zu schnell. Verdammt.
Alles verdunkelt sich, meine Sicht wird trüb und schwarze Flecken tanzen vor meinen Augen. Immer mehr und immer mehr. Ich habe das Gefühl, den Boden unter den Füßen zu verlieren. Ein Kribbeln fährt durch meine Füße und Beine.
Dann verliere ich den Halt.
Ich falle hin, meine Knie und mein rechter Ellenbogen kommen hart auf den ekeligen, dreckigen Boden auf. Schmerz schießt durch meinen Unterarm. Tränen schießen in meine Augen, aber es sind keine Tränen des Schmerzes. Es sind Tränen der Angst. "Du machst dienen Körper kaputt, als erstes merkst du es an deinem Kreislauf", hat mir eine Freundin letztens wutentbrannt hinterher geschrien. Ich habe Angst, weil ich merke, dass sie Recht hat.
Meine Augen werden wieder klarer, ich kann wieder vernünftig sehen. Stehe auf und laufe langsam in die Umkleide. Ich nehme bei jedem Schritt jeden einzelnen Muskel war, achte darauf, nicht zu schnell die Bewegungen auszuführen. Mir strömen die Mitschüler schon entgegen, sie sind fertig mit Trinken und wollen wieder in den Sportunterricht zurück. Ich kämpfe mich durch die Masse, bis ich in der Umkleide angekommen bin. Sofort setzte ich mich auf meinen Platz auf der Bank.
Diejenigen Mädchen, die noch in der Umkleide sind, essen. Sie stopfen sich die Pausenbrote in die Münder, verschlingen Bissen für Bissen die Nutella-Toasts.
"In deiner Tasche ist ebenfalls eine Dose mit Essen. Nimm sie hinaus und esse etwas.", flüstert mir eine Stimme in meinem Kopf zu.
Mein Blick fällt auf sie. Das eine Mädchen, von dem ich euch schon erzählt habe. Die Magersüchtige. Sie steht zwischen all den anderen Mädchen, trinkt aus einer 1 Liter Wasserflasche und lacht. Nein, sie isst nichts.
Ich öffne meine Tasche, sehe die Brote in meiner Dose, blicke zu ihr. Nehme meine Wasserflasche, trinke sie auf ex zur Hälfte leer.
Die Horde Mädchen geht lachend aus der Umkleide. Ich bin alleine. Mal wieder.
Nehme mein Essen.
Und gehe zum Mülleimer.
Scheiß auf die Angst, scheiß auf die Gesundheit, schließlich habe ich einen Kampf zu gewinnen. Mit ihr, mit all den Anderen, mit ihm und natürlich..auch mit mir selber.
Edit backlund - skinny - lyrics
Mirror mirror on the wall
Ruthless to your victim
Suiting you becomes my love
Tied to my reflection
Hunger takes a hold of me
Making my decisions
Glossy fashion magazines will feed my new addiction
Skinny
All these voices singing
Skinny
All my monsters singing
Skinny
Got to fit that new bikini
Skinny
All the world is singing
Skinny
All them girls are swinging
Skinny
Got to fit that new bikini
Hiding in my baggy jeans
No one knows my secret
Hiding from the eyes that see
I have been defeated
Mirror mirror on my wall
Ruthless to your victim
Suiting you is all I know
A slave to my reflection
Skinny
All these voices singing
Skinny
All my monsters singing
Skinny
Got to fit that new bikini
Skinny
All the world is singing
Skinny
All them girls are swinging
Skinny
Got to fit that new bikini
Skinny
Skinny
Skinny
Skinny
Skinny
Skinny
Skinny
Ruthless to your victim
Suiting you becomes my love
Tied to my reflection
Hunger takes a hold of me
Making my decisions
Glossy fashion magazines will feed my new addiction
Skinny
All these voices singing
Skinny
All my monsters singing
Skinny
Got to fit that new bikini
Skinny
All the world is singing
Skinny
All them girls are swinging
Skinny
Got to fit that new bikini
Hiding in my baggy jeans
No one knows my secret
Hiding from the eyes that see
I have been defeated
Mirror mirror on my wall
Ruthless to your victim
Suiting you is all I know
A slave to my reflection
Skinny
All these voices singing
Skinny
All my monsters singing
Skinny
Got to fit that new bikini
Skinny
All the world is singing
Skinny
All them girls are swinging
Skinny
Got to fit that new bikini
Skinny
Skinny
Skinny
Skinny
Skinny
Skinny
Skinny
Donnerstag, 20. Dezember 2012
bilder, darling.
Mittwoch, 19. Dezember 2012
Hello, I hate myself.
Zum Essen gezwungen, mal wieder. Fuck, verdammt. 490 kcal. Am Abend. Die spinnen doch.
Und Papa hat frei, keinen Nachtdienst. Also nix mit Mia, er würde sofort mitbekommen, wenn ich das Essen auf dem Klo wieder aus mir heraus bekommen möchte.
Meine Gedanken rasen. Mein Kopf ist voll, er füllt sich förmlich überfüllt an.
Ich bin traurig, enttäuscht von mir selber, hasse mich.
Hasse mich dafür, dass nichts läuft, wie es soll. Dass meine Tricks immer aufkippen. Dass ich mich fetter werden spüre. Dass die Zahl morgen wieder größer ist.
42,4 waren es heute morgen. Bmi von 17, 8, das bedeutet leichtes Untergewicht. Es hat sich traumhaft angehört.
Aber ich mache natürlich alles wieder kaputt. Morgen wird es mehr sein, das weiß ich jetzt schon, mind. +500 gramm.
Aber jetzt ist es auch egal, ich kann es nicht mehr rückgängig machen, höchstens in der nächsten Zeit besser.
Morgen ist zum Glück Donnerstag. Montags und Donnerstags wollen Amalia ♥, mein Twin aus SVZ, und ich fasten. Den ganzen Tag keine einzige Kalorie zu mir nehmen, dazu noch Schulsport + Gymnastik zuhause. Das wird ein guter Tag.
Morgen ist ebenfalls letzter Schultag, danach 2 Wochen Ferien. Ich freue mich auf die Ferien. Aber ich habe auch Angst. In der Schulzeit kann ich (bis auf Abends ._.) mein Essen selber bestimmen, bzw. weglassen. In den Ferien werde ich tausenmal mehr kontrolliert. Aber ich habe auch mehr Zeit für Gymnastik, joggen etc. Das ist gut..
Und Papa hat frei, keinen Nachtdienst. Also nix mit Mia, er würde sofort mitbekommen, wenn ich das Essen auf dem Klo wieder aus mir heraus bekommen möchte.
Meine Gedanken rasen. Mein Kopf ist voll, er füllt sich förmlich überfüllt an.
Ich bin traurig, enttäuscht von mir selber, hasse mich.
Hasse mich dafür, dass nichts läuft, wie es soll. Dass meine Tricks immer aufkippen. Dass ich mich fetter werden spüre. Dass die Zahl morgen wieder größer ist.
42,4 waren es heute morgen. Bmi von 17, 8, das bedeutet leichtes Untergewicht. Es hat sich traumhaft angehört.
Aber ich mache natürlich alles wieder kaputt. Morgen wird es mehr sein, das weiß ich jetzt schon, mind. +500 gramm.
Aber jetzt ist es auch egal, ich kann es nicht mehr rückgängig machen, höchstens in der nächsten Zeit besser.
Morgen ist zum Glück Donnerstag. Montags und Donnerstags wollen Amalia ♥, mein Twin aus SVZ, und ich fasten. Den ganzen Tag keine einzige Kalorie zu mir nehmen, dazu noch Schulsport + Gymnastik zuhause. Das wird ein guter Tag.
Morgen ist ebenfalls letzter Schultag, danach 2 Wochen Ferien. Ich freue mich auf die Ferien. Aber ich habe auch Angst. In der Schulzeit kann ich (bis auf Abends ._.) mein Essen selber bestimmen, bzw. weglassen. In den Ferien werde ich tausenmal mehr kontrolliert. Aber ich habe auch mehr Zeit für Gymnastik, joggen etc. Das ist gut..
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